SEI DU Conny Six
SEI DU   Conny Six 

Women Marsch

Prayer of the Mothers Juni 2017

 

 

 

Es ist wie ein Geheimtipp, nur in FB kann man es lesen und nur da verbreitet sich diese eine Botschaft, das für den Frieden ein Marsch Organisiert wird.

Eher durch Zufall lese ich davon und wundere mich, das im Fernseher oder Radio dies nicht zu vermelden war.

Dabei ist dieser Friedensmarsch in München ein weiterer Stein, um den Weg für den Frieden zu ebnen.

 

Überall auf dieser Erde ist Krieg, wenn nicht auf den Straßen, dann in noch so vielen Herzen der Menschen.

Am schlimmsten leiden die Kinder, denn diese kleinen Seelen dürfen all dies einfach nicht sehen und fühlen müssen. Jedes Kind muß in Frieden leben dürfen, mit ihren Kuscheltieren und Puppen spielen, mit wunderbaren Träumen im kuscheligen Bett schlafen und jederzeit zu ihren Eltern flitzen können um sich in deren Arme zu werfen, die Liebe und Geborgenheit und Schutz für sich in Anspruch nehmen.

 

Ein wenig nur war in den Medien zu sehen, das solch ein Marsch schon in vielen Ländern statt gefunden hat. Warum wird solch wichtiger Sache so wenig Aufmerksamkeit geschenkt ? Über jeden Pups wird berichtet, gern auch mal doppelt und vierfach. Das schlimmste ist, das sogar die Moderatoren von gewissen Frühstücks- Sendungen ihre Einstellung so in den Vordergrund stellen.

Nichts war zu sehen oder zu hören bei den Sendern dieses Landes, über den Marsch der Frauen für den Frieden.

Ich habe von dem Marsch in Israel über FB gelesen und es hat mich sehr berührt. Diese Freude, die Lebenslust, auch die Tränen bei Umarmungen haben sich in mir eingebrannt und doch habe ich habe es bis vor kurzem vergessen und freute mich umso mehr, als ich den Link fand (oder er mich), das in München auch ein solcher Women Marsch statt finden sollte.

Da ich mit meiner Freundin Sandra vorher schon über das Thema Frieden und Verantwortung sprach, beschlossen wir mit zu gehen.

Jeder kann von dem reden, was er sich wünscht, wie seine Welt sein soll und jeder darf für sich entscheiden, wie und wann sich alles gewünschte erfüllt.

Aber, nur Wünschen reicht halt einfach nicht.

 

Der Tag ist da und wir sind froh, das sich die Sonne hinter den Wolken versteckt, denn bei über 30 c in München, fühlt es sich wie 40 c an.

Wir kommen an dem Treffpunkt an und sind erstaunt, das erst wenige da sind. Gut, wir sind ein paar Minuten eher da und doch erscheint es uns als sehr wenig, für solch ein großes Thema.

Wir kaufen uns ein Eis, setzen uns unter einen Baum und beobachten die Menschen. Wir sind sehr gespannt, wie die Veranstaltung wird.

Um es schon vorweg zu nehmen, es war gigantisch.

Der Platz füllt sich immer mehr mit Frauen, die meisten sind in weiß gekleidet und das ist einfach toll anzuschauen.

Einige kommen mit ihren Kinder und auch Männer sind da. Natürlich, denn Frieden ist ja nicht nur Frauensache.

 

Wir hören eine Stimme über das Mikrofon und es wird der Ablauf erklärt, nach einer Herzlichen Begrüßung.

Die Stimmung ist so toll, die Sonne brennt jetzt nun doch vom Himmel, als wolle sie gesehen werden, das sie auch dabei ist..

Die Organisatoren haben ein halbes Jahr gearbeitet, um an diesem Tag auch die Sängerin Yael Decklebaum und ihre Band einzuladen, die uns mit ihren Lieder über die Straßen trägt. Kaum einer, der nicht mit wippt und seien es nur die Haare, die im Wind mit tanzen wollen.

Ganz langsam setzt sich der Zug aus Menschen in Bewegung. Die Polizei sperrt die eine Straßenhälfte und jeder freut sich, das er dabei ist.

Bei den ersten Tönen der Sängerin klingt eine Gitarre mit und von überall her ertönen vereinzeln Trommeln. Auf meiner Haut spielen Unsichtbare Fangen, hoch und runter, die Gänsehaut bleibt.

Sandra und ich laufen knapp hinter dem Wagen mit den Lautsprecherboxen, nur hören wir die Musik leider nicht, weil sie wohl defekt sind. Also schnapp ich mir ihre Hand und wir huschen ein Stück weiter vor und da sind wir.

Mitten drin in der Musik, noch näher an der Gänsehaut und die Sonne schafft es nicht, dies zu verhindern.

Es ist so unglaublich, für mich fühlt es sich ein Rausch an. So irre, so unwirklich, wir tanzen auf der Straße, die Autos auf der anderen Seite werden langsamer und die Passanten an der Seite winken und lachen und filmen uns.

Wir sehen aber auch erstaunte und fragende Gesichter. Als ob wir gerade gelandet sind und sie nicht wissen, ob eine Info darüber kam.

Andere singen die Melodie mit uns, deren Worte ich auch nicht kenne und manchen schließen sich uns an. Überall um uns sind Rasseln zu hören, an den Füßen, an den Händen und alles ist eine Melodie in verschieden Tönen.

(wir brauchen die Dinger auch)

Mittlerweile ist es so heiß, das ich mit meinem Wasserspray auch die Frauen um mich herum erfrische.

Alles ist eins und Eins sind alle.

Ich weiß gar nicht,wie lange wir Unterwegs sind, die Zeit hatte keine Bedeutung und dieses Gefühl ist so unbeschreiblich.

Immer wieder füllten sich meine Augen mit Tränen und meine Stimme versagt, die Sonnenbrille verbirgt die Tränen und das Laute um mich herum übertönt die Stimme.

Es ist so berührend zu sehen, das jede Frau mit singt, mit tanzt und das auch die Zuschauer dabei sind und uns begleiten, für eine kurze Strecke.

Stell Dir vor,es ist Frieden und jeder macht mit.

So muß es sich anfühlen, wen auf der ganzen Erde sich alle so fühlen, wir wir uns in diesem Moment fühlen.

Schwerlose Glückseligkeit.

Eine andere Beschreibung habe ich einfach nicht.

Wir kommen an dem Platz an, an dem eine große Bühne aufgebaut ist und wir ergattern einen Schattenplatz.

Die drei Frauen singen und ihr Rhythmus überträgt sich weiterhin in unser Blut.

 

Langsam merken wir unsere Knochen und die Hitze und so beschließen wir uns auf den Heimweg zu machen.

Meine Schuhe waren nicht die optimale Wahl und so laufe ich Barfuß, nachdem wir aus der S Bahn sind und kurz in einem Geschäft waren. Mit meinem Eis in der einen Hand und den Flippflopp in der anderen, versuchen wir mit beiden Beinen nach Hause zu laufe, denn unsere Flügel wollen uns noch weiter in der Schwebe des Glück belassen.

Dieser Tag war so unglaublich, so wunderbar mit all den fremden Menschen, die wir doch alle nur ein Ziel / ein Wunsch haben,

Frieden auf der ganzen Erde für alle Menschen, die auf dieser leben.

 

Und doch trübt es sich in mir ein wenig.

Wo ist im Fernseher die Berichterstattung über dieses tolle Projekt ?

Welche Zeitung schreibt über diesen Marsch ?

Wie lange wird er in der Erinnerung sein ?

 

Ich habe Bilder,die ich mir an schauen kann und ich habe die Melodien der Lieder in meinem Herzen, die uns über die Straße trugen.

Ich habe mehr denn je die Sicherheit in mir, das der Frieden für alle möglich ist.

Vor allem, wenn wir aufhören,Geld in Länder zu schicken, die sich davon Waffen kaufen.

 

Wenn Du etwas ändern willst, es in Dir schon begonnen hat, dann trage es nach außen. Zeige und sage, was Du willst und reiche anderen die Hand.

Geht gemeinsam in den Frieden.