SEI DU Conny Six
SEI DU   Conny Six 

 

So ist es

 

Dieses leise, das nicht gesprochen wird und doch ist es zu hören mit dem Herzen. 
Dieses streicheln, ohne Berührung und doch ist es zu fühlen überall.

Ich liebe diese absolute Stille in mir, dieses loslassen aller Bänder um festzustellen, das ich sie selbst gewebt habe. 
Jeder Anfang ist von mir, jedes Ende habe ich in der Hand.
Verknüpf mit kleinen Knoten, von anderen bunt, strenger oder verwustelt gemacht, habe ich mich oft verfangen in mir selbst.

Alles ist gesagt, so oft und so laut und doch fange ich erst jetzt an zu verstehen. 
Ja, ich sagte dies wohl schon vorher, dachte ich in meiner Unwissenheit, ich wüßte es. 
Und gerade weil es so ist, ist auch dieses richtig. 
Denn jeder Tag wird neu gelebt, jede Stunde wird neu Entschieden von jedem selbst. 
Bei jedem Atemzug darf ich neu Entscheiden, Bestimmen über und für mein Leben.

Nur wenn Du selbst Dein eigener Lehrer bist, nur wenn Du selbst Dein Ergebnis vor Dir erkennst, dann sind alle anderen um Dich herum Deine Begleiter.

Nicht diejenigen, die am lautesten zu Dir sprechen, nicht diejenigen, die am engsten vor Dir stehen sind immer eine Hilfe. 
Diejenigen, die zu Dir flüstern, die Dich den eigenen Satz beenden lassen, diejenigen die Dich nicht festhalten sind jene, von denen Du das erfährst, was wichtig ist.

Nämlich, das Du wichtig bist.

Oft wenn ich beginne zu schreiben, verändert sich der Inhalt. 
Es beginnt ein Eigenleben auf dem Papier, dem ich nicht entgegen wirken kann.

Das ist dann einer der Momente des los lassens.

Für mich bedeutet dies, zu Vertrauen. 
Auf wen oder was ?
Auf mich.
Und das alles so kommt, wie es eben gerade wichtig und vor allem richtig ist.
Was sich zeigt im Augenblick, entzieht sich oft meiner Kenntnis. 
Erst später sehe ich die Zusammenhänge oder verstehe, das es gerade zu diesem einem Zeitpunkt da war.

Ich kann so vieles nicht beeinflussen, muß geschehen lassen was auch um mich herum geschieht. 
Kann nicht eingreifen oder gar ändern / verändern.

Ich verstehe oft den Sinn nicht, wenn und das andere Menschen sich quälen, leiden an einer Krankheit. 
Ob diese Körperlich oder Geistig ist. 
Für mich erschließt sich der Sinn nicht.

Den einen Sinn für mich zu erkennen, ist oft viel schwieriger, als für andere zu wirken. 
Für mich selbst das richtige zu sehen und zu finden, war sehr oft nicht möglich, weil das Urvertrauen zu leise war für meine lauten Gedanken.

Heute im Hier und jetzt sind die Gedanken nicht leiser, ich kann sie aber besser verstehen und unterscheiden, was wichtig ist und was nicht.

Oder sie überrennen mich und ich benötige Hilfe.

Aber jetzt in diesem Moment fühle ich mich so herrlich frei, so herrlich glücklich. 
Ich kann diesen Zustand gar nicht richtig beschreiben, denn alles ist zusammen. 
Wenn ich nichts erwarte, mir nichts erhoffe und verlangen schon gar nicht, dann werde ich überhäuft mit Geschenken. 
So unbezahlbar und so unverhofft, so unglaublich schön und überraschend.

Und da ist es noch immer, dieses Gefühl in mir.
Ein bißchen stärker, ein bißchen kuscheliger. 
Dieses Gefühl, das mich ein wenig schwindlig macht, weil dieses Glück so lang da war und wir uns beide umarmen und dieses Glück ich weiter verschenken darf.

Es ist wie der Minze Pflanze ihrer Wurzeln. 
Ein mal im Boden, verbreitet sie sich in der ganzen Umgebung und wird größer und stärker und tut so viel gutes. Im Duft und im Geschmack.

So ist auch dieses Glück in mir. 
Lass Dir ein bißchen schenken von mir. 
Ich hab so viel, weil es sich vermehrt ohne das ich viel dazu tun brauch. 
Lass Dich beschenken von dem Reichtum des Lebens.