SEI DU Conny Six
SEI DU   Conny Six 

 

 

Meine Freundin Sandra und ich sitzen eingemuggelt in warme Decken draußen, am Abend und unterhalten uns über die Fahrt, über den Ort, an dem wir am nächsten Tag die Ausstellung haben werden.

Wir hatten eine tolle Zeit im Auto, von Deutschland in die Schweiz und es war so schön, die Berge im Sonnenlicht erstrahlen zu sehen. Wir malten uns aus, wie super der nächste Tag werden würde, mit vielen Kunden, die uns alles abkaufen, was wir im Auto hatten. Nun, dieser Teil kam anders und war sehr unschön. Aber davon will ich jetzt nicht erzählen, sondern von Seelen, die sich überall zeigen, die niemals ihre Neugier verlieren und auch in der Schweiz lustig sind.

 

Also, wir sitzen so da und ich bemerkte auf meiner rechten Seite immer so was wie eine flimmernde Bewegung, eher eine Ahnung, eben so ein Gefühl. Es sind ca 8 Pfeiler / Säulen bis zu unserem Tisch, die uns eine tolle Art Terrasse bietet. Zwischen der ersten und zweiten beginnt es, ein sich immer wiederholendes Muster bis zur vierten und fünften Säule. Dann beginnt es wieder von vorn, die ganze Zeit. Erst dachte ich, das ich mir das einbilde. Aber, nein. Ich frage Sandra, ob sie was bemerkt oder spürt, da meint sie, an ihrer linken Seite ist es kühl. Kaum sind wir beide in dieser Energie, schaue ich hin, fühle ich genauer hin und nehme Seelen wahr. Sie kommen zu unserem Tisch und ich soll von Sandra aus fragen, wer sie sind und was sie von uns wollen bzw. ob sie überhaupt etwas wollen / brauchen. 
Wir brauchen und wollen nichts, nur mal schauen was ihr hier so macht. Ihr seit lustig und uns gefällt, wer ihr seit.

 

Aha, na super. Das ist jetzt aber echt mal toll.

Ich meine das Ernst, denn ich merke, das die Grenze von dieser und jener Welt so gar nicht mehr da ist. Und bevor ich weiter fragen kann, sitzen drei von ihnen zwischen Sandra und mir, zu meiner rechten eben. Ich sage es ihr und schon geht’s auch los, das einmaligste, besondere Gespräch,das ich bis Dato hatte.  Ich beschreibe Sandra, das neben mir eine Frau sitzt und sie ihre Haube abnimmt, den Kopf schüttelt und sie sich freut, den kühlen Wind zu spüren.  Sie heißt Edelfrei. Neben ihr sitzt ein junger Mann mit Namen Sibcec. ( er bestand auf diese Schreibweise) Neben ihm, bei Sandra ist ein älterer Herr, sein Name ist Hipiskus. Ja, genau so nennt er sich. In den Momenten, wo ich die Namen laut ausspreche, bekomme ich ein seltsames Gefühl, so eine Gewissheit, das mit mir Kommuniziert wird, ohne Worte. 

Während ich also mit meiner Freundin spreche, sage ich zu den beiden Männer, das hier nicht unter den Tisch gepinkelt wird. Sandra schaut mich an und ich erkläre ihr, das die beiden so eine Art Stock haben und an dem entlang sich erleichtern wollten. (das war vor sehr langer in der Wirtschaft üblich) So ging unsere Unterhaltung in zwei Welten, verbunden durch durch die Zeit und mich. Das schien so Unwirklich und war doch so real. Ich fragte, was sie wollten und sie meinten nur : 
Wir wollen von euch nichts. Seit ihr hier sitzt, beobachten wir euch und ihr gefallt uns. Ihr seit lustig, so herrlich ungezwungen und habt echt Mut. Wir wollen auch ein bisschen Spaß. Nicht das wir hier keinen hätten, beobachten wir doch die Reisenden so wie die Menschen, die hier wohnen.

 

Kaum sind diese Worte gesprochen, macht es in dieser Energieblase einen Ruck und zwei weitere Gäste gesellen sich zu uns. Sie hätten es fast verpasst. Nur blöd, das genau da die Glasscheibe vom Hotel ist. Aber, wir wissen ja mittlerweile, das nichts fest ist und alles miteinander verschmolzen. Links von mir ist ein alter Mann mit Bar, Namens Franz. Genau, den Namen gibt es wohl schon etwas länger. Neben ihm ein jüngerer Mann, der sich Alu nennt. Okay, das ist  jetzt echt abgefahren. Da sitzen meine Freundin und ich am Hotel, draußen im dunkeln und rauchen eine nach der anderen und uns leisten fünf Seelen Gesellschaft, die einfach nur gut drauf sind.

Da kommen mir wieder diese Zahlen in den Sinn, die mich seit ein paar Jahren begleiten, drei, fünf, sieben. Wir sitzen zu siebt am Tisch und switchen zwischen den Energien hin und her, als ob es das normalste der Welt wäre. Aber hey, es ist normal. Aber das ist schon etwas ganz besonderes, selbst für mich. Mittlerweile ist es so eine Stunde vor Mitternacht und wir verabschieden uns von dieser besonderen Gesellschaft und begeben uns ins Hotelzimmer.  Dankbar und müde fallen wir in einen unruhigen Schlaf. Der nächste Tag sollte uns auf eine sehr große Prüfung schicken, aber auch zu wundervollen Menschen, die uns Freunde geworden sind und uns zeigen, gemeinsam ist mehr zu erreichen.

 

Die Seelen sind in der Schweiz geblieben, sie sagen, sie finden es toll, die Menschen zu beobachten. Und doch habe ich das Gefühl, sie schauen gerade jetzt mir über die Schulter. Wir kommen wieder, liebe Seelen aus vergangen Zeiten und liebe neue Freunde